Blinde Huskyhündin vor den Hundeschlitten gespannt
Isobel ist eine sechsjährige Huskymischung mit allen körperlichen Voraussetzungen eines perfekten Schlittenhundes. Sie rennt für ihr Leben gerne, zeigt Ausdauer und körperliche Stärke und funktioniert gut im Hundeteam, das gemeinsam Touristen auf dem Schlitten hinaus in die subpolaren Weiten rund um Churchill bringt.
Die Besucher brauchen lange um zu bemerken, dass Isobel vollkommen blind ist. „Diese Hündin hat ihre Sehkraft verloren, aber nicht ihre Lebenskraft“, sagt Dr. Evan Fisk, Isobels Tierarzt aus Winnipeg. Sie kann die Hunde in ihrer Nähe riechen, hören und fühlen.
Isobel folgt nicht nur den anderen Hunden des Teams von Jenafor Ollander und ihrem Mann Gerald Azure, manchmal übernimmt sie im Tandem mit einem anderen Husky auch die Führung. „Jeden Tag ist sie dabei, zieht den Schlitten mit und versetzt unsere Touristen aus aller Welt in großes Erstaunen“, sagt Jenafor Ollander über Isobel.
Isoble war nicht von Geburt an blind, sondern fing vor vier Jahren bei einer Hundeschlittenfahrt an zu stolpern. Ihre Pupillen waren geweitet. “Manche Leute im Ort meinten wir sollten Isobel erschießen; ein blinder Schlittenhund sei nicht zu gebrauchen”, erzählt Jenafor.
Sie aber brachte den Hund in das über 1.500 km entfernte Winnipeg zum Tierarzt. Auch dieser war machtlos, wahrscheinlich wurde Isobel durch einen Virus blind. Zurück in Churchill wurde Isobel im Haus gehalten, um sie zu schützen. Allerdings fraß und trank sie nach einiger Zeit nicht mehr.
Jenafor erzählt: “Dann entschieden wir uns Isobel mit den anderen Hunden zu halten, sie fraß wieder, ihr Verhalten veränderte sich”. Sie war im Haus depressiv geworden. Dann entschied Gerald Isobel vor den Schlitten zu spannen. Sie rannte wie noch nie im Leben und wird noch einige Jahre Hundeschlitten ziehen und rennen.






