Filmische Anklage einer Umweltsünde
Der TV-Tipp von KanadaNetpage läuft diesmal auf Arte. Am 19. Dezember von 10.15 Uhr bis 11 Uhr wird von dem deutsch-französischen Kultursender die Dokumentation „Petropolis - Filmische Anklage einer beispiellosen Umweltsünde“ gezeigt. Ein Stück kanadische Realität, die so gar nichts mit den bunten Postkartenidyllen zu tun hat, wie man sie sonst kennt.
Ein dichtes Gewirr von Wäldern, Flüssen und Nebenflüssen: nahezu unberührte Natur: so weit das Auge reicht. Doch plötzlich, nach einer schwindelerregenden Wende der Kamera, stockt dem Zuschauer der Atem. Er schaut auf eine riesige Erdöllagerstätte unter freiem Himmel wie auf eine klaffende, von Menschenhand geschlagene Wunde.
Auf einer Fläche von 34.000 Quadratmetern wurde im kanadischen Bundesstaat Alberta der Boden bis in 50 Meter Tiefe aufgerissen, um Ölsande für die Gewinnung von Erdöl freizulegen. Die Weiterverarbeitung des durch Tagebau gewonnenen Bitumens ist mühsam und sehr energieaufwendig.
Um ein Barrel Rohöl zu erhalten, belasten 80 Kilogramm Treibhausgas die Luft. Kein Wunder, dass die Erdölgesellschaften dieses krasse Missverhältnis verschweigen.
Peter Mettlers Dokumentation (45 Minuten) ist eine filmische Anklage gegen die skrupellose Ausbeutung, die Verletzung, ja Vergewaltigung der Erde durch den Menschen.






