"Der dreckigste Geldautomat der Welt!"
Den Abbau kann man jetzt schon vom Weltall aus als schwarze Löcher erkennen. Für die Öl-Produktion werden erst Bäume und Büsche gefällt, dann wird der morastige Torf entfernt. Zur Extraktion eines Liters Öl aus Teersand braucht es zwei Liter Wasser. Täglich wird deshalb dem lokalen Athabasca-Fluss die gleiche Menge Wasser abgepumpt, mit der man eine Millionenstadt versorgen könnte.
Über vier Milliarden Liter kontaminiertes Wasser, so die Umweltschützer, gelangten so jährlich in die Umwelt und verschmutzten das Unesco-Welterbe „Peace Athabasca Delta“. Die Gifte verursachen in Wildtieren eine Entartung des Erbguts. Viele Flussfische unterhalb der Teersandfelder sind verkrüppelt. Selbst von der Ölindustrie beschäftigte Wissenschaftler stellten schockierende Arsenmengen in Elchfleisch und Fisch fest. In einem Fall lag die Konzentration 453 Mal über dem zulässigen Wert.
Von vielen Mitgliedern der First Nations wird dieses Gebiet zur Jagd und als Wasserressource genutzt. In umliegenden Gemeinden steigen die Krebs-Erkrankungen bereits signifikant an.
Die Forderungen der Puclic Eye-Organisatoren: „RBC-Kreditnehmer sollen künftig den Beweis erbringen, dass sie keine Projekte finanzieren, die das Leben der First Nations negativ beeinflussen. Mit dem Beitritt zum „Free Prior Informed Consent“ der UN-Arbeitsgruppe über Indigene Bevölkerungen, der teilweise schon adaptiert wurde, könnte dies sichergestellt werden.
Zudem muss RBC jegliche Finanzierung und Beratung für Projekte verweigern, die negativen Einfluss auf Sü?wasser-Ressourcen oder die lokale Artenvielfalt haben. Zudem muss RBC einen Aktionsplan entwickeln, der Kreditvergaben fördert, die den CO2-Ausstoß senken.“





