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Von Stubentigern und "leichten" Dickmachern

Katzenfreunde und Diätisten aufgepasst: kanadische Wissenschaftler geben wieder einmal Lebenshilfe. Sie haben herausgefunden, dass Stubentiger im Grunde genommen mit den Vorderpfoten „denken“ und dass die beliebten Light-Produkte Hunger auf mehr und damit dick machen.

Denken Katzen mit<br>ihren Pfoten?

Denken Katzen mit
ihren Pfoten?

Zuerst zu den Biologen David McVea und Keir Pearson von der University of Alberta in Edmonton. Die beiden haben Katzen beobachtet und folgendes entdeckt: wenn eine Katze mit den Vorderbeinen über ein Hindernis steigt, dann erinnert sie sich auch nach zehn Minuten Pause daran und hebt beim Weiterlaufen die hinteren Pfoten an. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass für eine länger anhaltende Erinnerung nicht das bloße Erkennen eines Hindernisses, sondern die Bewegung der Vorderbeine entscheidend ist.

McVea und Pearson machten ein einfaches Experiment. Sie stellten den Katzen während des Fressens ein Hindernis vor die Pfoten. Die Katzen konnten das Hindernis nicht sehen, sondern nur ertasten und stiegen mit den Vorderpfoten drüber.

Nach einer Futterpause erinnerten sich die Tiere an das zuvor „gefühlte“ Hindernis und hoben automatisch die Hinterbeine als sie weiterliefen. Die Biologen glauben deshalb, dass Katzenhirne zum Überwinden von Hindernissen kein Auge brauchen.

An der gleichen Universität arbeitet David Pierce. Für ihn ist klar: Light-Produkte machen dick und teuer sind sie zudem. Der Forscher fütterte vier Monate lang junge und alte Ratten mit Light-Produkten. Danach bekamen die Tierchen genau die gleiche Nahrung, allerdings im normalen „unlighten“ Zustand. Vor allem die jungen Ratten ließen es sich über die Maßen schmecken und nahmen viel zu viele Kalorien zu sich, legten an Gewicht zu.

Warum? Pierce sieht den Grund in einer veränderten Hunger- und Sättigungsregulation. Bei Light-Produkten wird oft das Fett in Lebensmitteln durch Zucker ausgetauscht oder der Zucker durch Zuckerersatz. Wer sich also von vielen Light-Produkten ernährt, so die Folgerung des Wissenschaftlers, konsumiert sehr viel Süßes.


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