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Die heiligen Lehren der "Sieben Großväter"

Wie viel von der Kultur der kanadischen Algonquin of Pikwakanagan unwiderruflich verloren gegangen ist – niemand kann es genau sagen, nicht einmal die Natives am Golden Lake in der Provinz Ontario wissen es.

Beim Pow Wow 2006 ging die Algonquin Stiftung "Omamiwinini Pomadjwowin" erstmals an die Öffentlichkeit.

Beim Pow Wow 2006
ging die Algonquin Stiftung
"Omamiwinini Pomadjwowin"
erstmals an die Öffentlichkeit.

Vor allem Algonquin-Kinder sollen wieder mit der Stammeskultur vertaut gemacht werden. FOTOS: PAPENBERG

Vor allem Algonquin-Kinder
sollen wieder mit der
Stammeskultur vertraut
gemacht werden.
FOTOS: PAPENBERG

Wie viel von der Kultur der kanadischen Algonquin of Pikwakanagan unwiderruflich verloren gegangen ist – niemand kann es genau sagen, nicht einmal die Natives am Golden Lake in der Provinz Ontario wissen es. Es lässt sich allenfalls erahnen, welchen Verlust an Kultur, Sprache und Tradition dieses Volk in den letzten 200 Jahren hinnehmen musste. Erst in der jüngsten Vergangenheit haben die Algonquins und ihre engagierte Führung um die gewählten Chiefs damit begonnen, unter den Trümmern der Vergangenheit Stück für Stück ihre Identität wieder zu finden.

„Wenn wir unsere Augen schließen und uns unser neues Kulturzentrum vorstellen, sehen die meisten von uns ein rundes Gebäude mit einer Feuerstelle in der Mitte.“ Ron Bernard ist Stammesältester und Präsident der Algonquin-Organisation „Omamiwinini Pimadjwowin“ (Algonquin Way of life). Sein Tagtraum ist ein Zeichen für das neue Selbstbewusstsein eines Indianerstammes, die Überreste seiner Kultur und Traditionen wieder zu beleben.

Schon immer hatte man im Reservat am Golden Lake die Vision eines stammeseigenen Kulturzentrums – Auftrieb gab auch die Ernennung zur kanadischen Kulturhauptstadt 2005/2006. Dieses Zentrum müsste groß genug sein um Winter Pow Wows durchzuführen, Kunst- und Handwerksworkshops durchzuführen. Es sollte aber auch genügend Raum für jahreszeitliche Zeremonien wie Namensgebungen oder Beerdigungen bieten.

Außerdem wäre dann ein Platz gefunden, um vor allem Kinder Jugendliche wieder in der Algonquin-Sprache zu unterrichten. Eben ein Platz, an dem sich die Algonquins versammeln können, um zu lernen – über ihre Werte und Philosophie, über Prophezeiungen ihres Volkes, über die Geschichte ihrer Vorfahren. Dies alles hat die gemeinnützige Organisation „Omamiwinini Pimadjwowin“ auf ihre Agenda gesetzt. Mit Startschuss zum Spendensammeln für das Kulturzentrum haben die Algonquins begonnen, ihrer Kultur wieder Leben einzuhauchen. Ein durchaus schmerzlicher Prozess, der der auf die First Nations zukommt.


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