Es brodelt unter den kanadischen Natives
Es ist erst ein Jahr her, dass es in Caledonia, Ontario, zu schweren Zusammenstößen zwischen Natives und der Polizei kam. Und jetzt, zwölf Monate später, gingen kanadische Ureinwohner bei Desoronto, Ontario, erneut auf die Straße oder besser gesagt auf die Gleise. Wieder einmal waren unklare Land-Besitzverhältnisse der Hintergrund. Die Blockade einer der wichtigen Eisenbahn-Verkehrsachsen lief zwar friedlich ab, aber es wurden zwei Dinge offenbar, die den politisch Verantwortlichen zu denken geben sollten.
Von Roland Papenberg
Es ist erst ein Jahr her, dass es in Caledonia, Ontario, zu schweren Zusammenstößen zwischen Natives und der Polizei kam. Und jetzt, zwölf Monate später, gingen kanadische Ureinwohner bei Desoronto, Ontario, erneut auf die Straße oder besser gesagt auf die Gleise. Wieder einmal waren unklare Land-Besitzverhältnisse der Hintergrund. Die Blockade einer der wichtigen Eisenbahn-Verkehrsachsen lief zwar friedlich ab, aber es wurden zwei Dinge offenbar, die den politisch Verantwortlichen zu denken geben sollten.
Zum einen war das keine spontane und deshalb wieder schnell zu vergessende Demonstration, sondern eine geplante und durchdachte Aktion von Mohawk-Aktivisten. Sie wussten genau wo und wann die Blockade anzusetzen war, um den Adressaten am meisten weh zu tun. Es war außerdem das erste Mal, dass ein Unternehmen wie die kanadische Eisenbahngesellschaft in etwas hineingezogen wurde, womit sie überhaupt nichts zu tun hat.
Zum anderen scheint diese Blockade nur der Beginn einer Kampagne zu sein, mit der die Natives auf ihre teilweise existenziellen Probleme und Forderungen aufmerksam machen wollen. Diese Kampagne wird nicht auf die Provinz Ontario beschränkt bleiben.
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