Familiendrama aus dem rauen Norden Kanadas
Mary Lawson erzählt die tragische Geschichte einer kanadischen Familie – athmosphärisch dicht und voller Gefühl. Die Figuren sind perfekt gezeichnet, ihre Interaktionen psychologisch genauestens heraus gearbeitet. „Auf der anderen Seite des Flusses“ ist ein packendes Familiendrama aus dem rauen Norden Kanadas.
Es ist eine Geschichte, die im Grunde genommen so einfach ist. Und viele werden sie so oder ähnlich vielleicht auch schon selbst erlebt haben. Umso beeindruckender, was Mary Lawson mit „Auf der anderen Seite des Flusses“ für einen hinreißenden Roman daraus gemacht hat. Die hohe Kunst des Erzählens ohne Pathos und falsche Sentimentalität.
Nach ihrem sensationellen Debut „Rückkehr nach Crow Lake“ („Es gibt Bücher, in die taucht man ein. Restlos. Mit Haut und Haaren. Dies ist so eins,“ schrieb die Berliner Zeitung) erzählt Mary Lawson erneut die tragische Geschichte einer kanadischen Familie – athmosphärisch dicht und voller Gefühl. Die Figuren sind perfekt gezeichnet, ihre Interaktionen psychologisch genauestens heraus gearbeitet.
„Auf der anderen Seite des Flusses“ ist ein packendes Familiendrama aus dem rauen Norden Kanadas. Arthur ist fünf Jahre und hilft schon richtig auf der Farm mit, als sein kleiner Bruder Jake zur Welt kommt. Jake ist ganz anders als er – feingliedrig, hübsch, blitzgescheit. Und er weiß schon früh, wie man seine Umwelt manipuliert und das Beste für sich raus schlägt. Der Mutter zuliebe, die ihren jüngeren Sohn anbetet, verzichtet Arthur auf Konfrontation, frisst den Groll in sich hinein und lässt den Kleinen gewähren.
Doch als der neue Reverend ins Dorf kommt, ändert sich alles: Er bringt seine Tochter Laura mit, in die Arthur sich Hals über Kopf verliebt. Und allein das Wissen darum stachelt Jake an, Laura für sich haben zu wollen. Dieses eine Mal wird Arthur die Sache allerdings für sich entscheiden – doch zu einem gewaltigen Preis.
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