Historischer Park der Blackfoot-Indianer
Die Siksika Nation, besser bekannt als Schwarzfuß (Blackfoot)-Indianer, haben eine reichhaltige Kultur, die allerdings unter dem Einfluss europäischer Einwanderer verwässert und teilweise verschüttet wurde. Nun begeben sich die Blackfoot selbst auf die Suche nach ihren Wurzeln, wollen diese freilegen, einer breiten Öffentlichkeit näher bringen. „Wir werden der kanadischen Geschichte eine neue Dimension hinzufügen“, so Blackfoot-Häuptling Strater Crowfoot über den geplanten Blackfoot Crossing Historical Park, der im Juli in der Provinz Alberta eröffnet wird.
Mit diesem voraussichtlich bald als nationales Kulturgut eingestuftem Zentrum zur Kultur und Geschichte der Siksika, ging für die Natives eine Vision in Erfüllung. Eine durchaus moderne Vision: eine Touristenattraktion auf Weltniveau zu bauen, um die Besucher mit den Werten der Schwarzfuß vertraut zu machen. Der Park wurde für 24 Millionen kanadische Dollar (rund 16 Millionen Euro) in 30 Jahren Zusammenarbeit mit den Nachfahren des Stammes entwickelt.
Die Natives werden die Geschichte und Kultur ihres Volkes auf ihre ganz persönliche Art und auf ihrem eigenen Land erzählen. Ein Land, das einst über 100 000 Quadratkilometer umfasste, sich von British Columbia bis nach Saskatchewan hinein erstreckte. Mit dem historischen Park erzählen die Blackfoot nicht nur ihre eigene Geschichte, sondern sie erweitern auch Kanadas Historie um 10 000 Jahre.
Auf dem Parkgelände werden verschiedene historische Plätze gepflegt und präsentiert. So zum Beispiel das Tipi des legendären Häuptling Crowfoot, Poundmakers Monument, Earthlodge Village (Erdhäuser), alte Begräbnisstätten und „Medizin-Räder“, die dem Blackfoot-Volk heilig sind. Dies alles wird mit authentischen interaktiven Ausstellungen vorgeführt und erklärt.
Die Grundidee des Blackfoot Crossing Historical Park ist der sogenannte „Treffpunkt“. Mit Geschichten, mündlichen Überlieferungen und anderen sprachlichen Mitteln will man die Kultur der Northern Plains Indianer wieder ins Leben rufen, mit den Besuchern kommunizieren. Dies geschieht auch durch Beispiele aus dem Alltagsleben der Siksika: Stammeskunst, Bekleidung, Musik, Tänze und die Sprache der Siksika.
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